Grundlegendes zum Thema "Gehörschutz"

Rechtliches

Gesetze

Die EU-Richtlinie „Lärm“ sagt:
Lärm = „Jede Art von Schall, die den Menschen stören, belästigen oder gesundheitlich schädigen, also alle Geräusche, die das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden stören“

Geltende Bestimmungen: EU-Richtlinie „Lärm“
• ab 80 dB: Gehörschutz muss zur Verfügung gestellt werden
• ab 85 dB: Das Tragen von Gehörschutz ist Pflicht

tabelle_gesetz

In Europa verkaufter Gehörschutz muss zudem eine CE- Kennzeichnung haben, d.h. den Normen des Europäischen Komitees für Standardisierung (CEN) entsprechen. Gehörschutz fällt dort in die Kategorie „Persönliche Schutzausrüstung“ und ist in verschiedene Untergruppen eingeteilt:
• EN 352-2 für Otoplastiken
• EN 352-6 für Gehörschutz mit Kommmunikation
Seit 2003 wird dies durch eine neue Serie ersetzt:
• EN 13819-1: Physische Testmethoden für Gehörschutz
• EN 13819-2: Akustische Testmethoden für Gehörschutz
• Alte 352-Serie: beschränkt sich auf die spezifische Forderung, die mit den Lieferbedingungen und Richtlinien bestimmt werden.

Infield-Positivliste

 

positivliste_gehoer

Erläuterungen:
HM = hoch/-mittelfrequenter Lärm (LC-LA<5 dB), HML-Check nach DIN EN 458
L = tieffrequenter Lärm (LC-LA> 5 dB), HML-Check nach DIN EN 458
S = Signalhören im Gleisoberbau möglich
V = Signalhören für Fahrzeugführer im Straßenverkehr möglich
W = Kriterien, „Warnsignalhören allgemein“, „informationshaltige Geräusche“ und „Sprachverständlichkeit“ erfüllt
E = Signalhören für Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer im Eisenbahnbetrieb möglich
* = Der Gehörschutz wurde im IFA geprüft und/oder zertifiziert.

Hören - wie funktioniert das eigentlich?

Das menschliche Ohr nimmt genau genommen keine Geräusche wahr, sondern Schalldruckwellen, die bewirken, dass das Trommelfell schwingt. Diese Schwingungen werden durch die Gehörknöchelchen in der Paukenhöhle verstärkt und gelangen über das ovale Fenster ans Innenohr, wo der eigentliche Hörvorgang beginnt.
Eine sehr wichtige Größe im Zusammenhang mit dem Hörvorgang ist die Tonhöhe. Sie wird auch Frequenz genannt. Sie beschreibt die Anzahl der Druckverschiebungen in der Sekunde. Die Frequenz wird in der Einheit „Hertz“ (Hz) angegeben.
Die Verstärkung, die durch die Gehörknöchelchen erreicht wird, ist abhängig von der Tonhöhe. Am besten ist sie im Bereich der menschlichen Stimme, also zwischen 1000 und 2000 Hz.
Gelangt eine Schwingung einer bestimmten Frequenz über den beschriebenen Weg an das ovale Fenster, wird sie über die Perilymphe weitergeleitet und sorgt für eine Auslenkung der Basilarmembran. Je nach Frequenz wird der Ton an unterschiedlichen Stellen im Corti-Organ empfunden, vergleichbar mit Wasserwellen im Meer, die je nach ihrer Stärke an unterschiedlichen Stellen am Strand brechen. Dadurch ist es uns möglich, verschiedene Tonhöhen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Über den Sinneshaaren des Corti-Organs liegt die Tektorialmembran. Diese erfährt eine Auslenkung durch die ankommende Welle zu den Sinneshaaren. Dies führt zur Erregung der Sinneszellen. Sie senden über den Hörnerv ein elektrisches Signal zum Gehirn: Das Geräusch wird wahrgenommen und definiert, z.B. als Ton oder gesprochenes Wort. Unser Ohr arbeitet dabei 7mal so schnell wie das Auge. Könnten wir so schnell sehen wie wir hören, würden wir anstatt des Fernsehbildes jede einzelne Zeile und jeden Bildpunkt wahrnehmen.
schnecke_1

Schnecke
1. Steigbügel
2. ovales Fenster
3. Schneckentor
4. Vorhoftreppe
5. Corti-Organ
6. Paukentreppe
7. rundes Fenster

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Schnecke im Querschnitt
1. Vorhoftreppe
2. Corti-Organ
3. Paukentreppe
4. Hörnerv

 

 

 

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